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B-Juniorinnen-Meisterschaft

veröffentlicht um 29.05.2014, 03:20 von Fsv Redakteur   [ aktualisiert: 14.09.2014, 08:37 ]
29.05.2014: "Der Deutsche B-Juniorinnen-Meister 2014 wird am Freitag und Samstag im neuen Stadion Essen an der Hafenstraße gekürt. Gastgeber SGS Essen (Meister in der Staffel West/Südwest der B-Juniorinnen-Bundesliga), Rekordmeister 1. FFC Turbine Potsdam (Titelträger in der Staffel Nord/Nordost), Vorjahresfinalist FSV Gütersloh 2009 (Vizemeister im Westen) und Titelverteidiger FC Bayern München (Süd-Meister) haben sich für die Endrunde um die nationale U 17-Krone im Mädchenfußball, die in diesem Jahr aus terminlichen Gründen (Teilnahme an U 17-EM und -WM) erstmals im Rahmen eines Final Four-Turniers entschieden wird, qualifiziert.

"Wir freuen uns sehr darüber, dass wir den DFB mit unserer Bewerbung überzeugen konnten und jetzt die vier besten Mannschaften Deutschlands in Essen aufeinander treffen", sagt Willi Wißing, Manager der SGS, gegenüber DFB.de. Nur zwei Wochen nach der erstmaligen Teilnahme der Bundesliga-Frauen am DFB-Pokalfinale (0:3 im Kölner RheinEnergieStadion gegen den 1. FFC Frankfurt) steigt nun für den Verein aus dem nördlichen Essener Stadtteil Schönebeck der zweite Höhepunkt innerhalb kurzer Zeit.

Im Gegensatz zur Konkurrenz nehmen die SGS-Juniorinnen zum ersten Mal an der Endrunde teil. Die Mannschaft von Trainer Petja Kaslack trifft zum Auftakt am Freitag (ab 14 Uhr) im ersten Halbfinale auf Turbine Potsdam, anschließend stehen sich ab 16.30 Uhr in einer Neuauflage des Vorjahresendspiels der FC Bayern München und der FSV Gütersloh 2009 gegenüber. Das Finale wird am Samstag (ab 11 Uhr) an gleicher Stelle ausgetragen.

Zahlreiche Ehrengäste an der Hafenstraße

Zum Final Four-Turnier in Essen haben sich zahlreiche Ehrengäste an der Hafenstraße angesagt. So werden DFB-Direktorin und Ex-Nationalspielerin Steffi Jones, DFB-Trainerin Anouschka Bernhard (U 17-Nationalmannschat), sowie Margit Stoppa, Vorsitzende des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball, schon zu den Halbfinals erwartet.

Das Endspiel werden sich außerdem Ulrike Ballweg (Co-Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft und U 15-Trainerin des DFB), Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident und Präsident des Fußballverbandes Niederrhein, sowie Essens 1. Bürgermeister Rudolf Jelinek nicht entgehen lassen.

Erster Auftritt der SGS-Juniorinnen im großen Stadion

Das erste Halbfinale zwischen der SGS Essen und dem zehnmaligen Deutschen Meister aus Potsdam (ab 14 Uhr) ist nicht nur für die Gäste aus Brandenburg, sondern auch für die SGS-Juniorinnen der erste Auftritt im großen Stadion an der Hafenstraße, das mehr als 20.000 Zuschauern Platz bietet. "Die Mädels kennen das Umfeld und die Atmosphäre bisher nur als Zuschauer bei den Bundesliga-Spielen unserer Frauen-Mannschaft", sagt Essens Trainer Petja Kaslack, der als Sport- und Technik-Lehrer an einer Gesamtschule tätig ist, im Gespräch mit DFB.de. "Sie sollen sich den Kick holen, wenn sie ins Stadion einlaufen."

Dabei kann Kaslack auf zahlreiche Junioren-Nationalspielerinnen wie etwa Lea Schüller, Henrike Sahlmann, Torhüterin Lena Pauels, Franziska Wenzel oder die Zwillinge Pauline und Jule Dallmann zurückgreifen. Vor allem Schüller, die als eine von bundesweit insgesamt 13 U 17-Spielerinnen in dieser Saison bereits in der Frauen-Bundesliga zum Einsatz kam, besitzt dabei glänzende Perspektiven. "Ich traue ihr schon in der nächsten Saison den Durchbruch in der Frauen-Bundesliga zu", sagt Essens Cheftrainer Markus Högner.

Essen stellt die "Torfabrik" der B-Juniorinnen-Bundesliga

Obwohl die SGS mit 71 Saisontreffern die beste Torausbeute aller B-Juniorinnnen-Bundesligisten verzeichnete, während der gesamten Saison nur ein Spiel verlor (4:5 gegen Bayer 04 Leverkusen nach einer eigenen 4:1-Führung) und außerdem den Heimvorteil genießt, sollen die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden.

"Schon die erste Teilnahme an der Endrunde ist für uns eine historische Leistung und das Ergebnis unserer kontinuierlichen Nachwuchsarbeit in den vergangenen Jahren. Was jetzt noch kommt, ist Bonus", betont Jugendkoordinator Christian Kowalski gegenüber DFB.de.



Turbine Potsdam: Zehn Titel bei elf Finalteilnahmen

Bei allen bisherigen 14 Endrunden um die Deutsche B-Juniorinnen-Meisterschaft (seit dem Jahr 2000) war Essens Halbfinalgegner Turbine Potsdam mit von der Partie. Elfmal erreichten die "Torbienen" das Endspiel, zehnmal holten sie dann auch den Titel (zuletzt 2011). Seitdem war einmal das Finale (1:3 gegen 1899 Hoffenheim) und im Vorjahr die Vorschlussrunde (1:2 und 1:6 gegen Bayern München) für die Mannschaft von Trainer Sven Weigang Endstation.

Diesmal soll es möglichst wieder mit der Meisterschaft klappen. Immerhin mussten die Potsdamerinnen während der gesamten Bundesliga-Saison als einzige Mannschaft keine einzige Niederlage hinnehmen. Auch der ärgste Konkurrent SV Werder Bremen hatte zweimal das Nachsehen (0:1 und 0:4). "Unser Ziel ist selbstverständlich, das Endspiel zu erreichen. Essen ist allerdings ein sehr starker Gegner und hat zudem den Heimvorteil", so Weigang gegenüber DFB.de. Ebenso wie sein SGS-Kollege Petja Kaslack kann auch der Turbine-Trainer beim Saison-Höhepunkt auf seine Bestbesetzung zurückgreifen.

FC Bayern noch mit elf Spielerinnen der Meistermannschaft

Das zweite Halbfinalspiel (ab 16.30 Uhr) zwischen dem aktuellen Deutschen Meister FC Bayern München und dem FSV Gütersloh 2009 ist eine Neuauflage des Vorjahresendspiels. Damals hatte sich der FCB vor mehr als 1000 Zuschauern in Rheda-Wiedenbrück gegen den Gastgeber aus Gütersloh 3:1 (1:1) durchgesetzt und bei der fünften Finalteilnahme erstmals die Meisterschaft eingefahren.

Jetzt hat die Mannschaft von Trainerin Carmen Roth, die 2013 noch als Co-Trainerin von Roswitha Bindl (inzwischen Sportliche Leitung) gearbeitet hatte, erneut die Chance, die Meisterschale in die bayerische Landeshauptstadt zu holen. Immerhin elf Spielerinnen, die schon im Vorjahr dabei waren, gehören nach wie vor zum Bayern-Kader, darunter auch die süddeutsche Torschützenkönigin Alea Röger (15 Saisontreffer).

In der Tabelle hatten die Münchnerinnen am Ende vier Punkte Vorsprung vor dem 1. FFC Frankfurt, der zweimal besiegt werden konnte (2:1 und 2:0). "Wir haben hart darauf hingearbeitet, erneut die Endrunde zu erreichen. Dort wird nicht zuletzt die Tagesform entscheiden", sagt Carmen Roth, im Hauptberuf Versicherungskauffrau, gegenüber DFB.de.

FSV Gütersloh 2009: Makellose Bilanz nach der Winterpause

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West/Südwest-Vizemeister FSV Gütersloh 2009 hat sich derweil zum Abschluss einer sehr intensiven Saison fest vorgenommen, den FC Bayern vom Thron zu stoßen. Nachdem die Spielzeit für die Ostwestfälinnen mit einem 3:6 beim späteren Staffelmeister SGS Essen schon denkbar schlecht begonnen hatte, setzte es für die Mannschaft des ehrgeizigen Trainers Christian Franz-Pohlmann während der Hinserie in Köln (0:1) und Leverkusen (1:2) noch weitere Rückschläge.

Als jedoch die Meisterschaftsendrunde schon in weiter Ferne schien, drehte der FSV richtig auf. Alle acht Partien nach der Winterpause gewann der Deutsche Meister von 2002 und schaffte mit optimalen 24 Punkten und 39:7 Toren noch die Qualifikation für Essen.

An der Hafenstraße wollen die Spielerinnen des gelernten Dachdeckers Franz-Pohlmann jetzt hoch hinaus und erstmals seit zwölf Jahren wieder den Titel nach Ostwestfalen holen. "Gerade nach unserer Finalniederlage vor einem Jahr wäre es schon etwas ganz Besonderes, Meister zu werden", sagt Franz-Pohlmann im Gespräch mit DFB.de. Gutes Omen für Gütersloh: 2013 hatte der FC Bayern "nur" als Vize-Meister der Süd-Staffel die Endrunde erreicht, dort am Ende jedoch triumphiert. Dieses Kunststück könnten jetzt die FSV-Juniorinnen wiederholen.

Keine Verlängerung nach den Halbfinalspielen

Nach den beiden Halbfinalspielen wird es für den Fall eines Unentschiedens keine Verlängerung geben. Vielmehr fällt dann in die Entscheidung über den Einzug ins Endspiel unmittelbar nach dem Schlusspfiff durch ein Elfmeterschießen.

Sollte allerdings das Finale nach Ablauf der regulären Spielzeit (2 x 40 Minuten) mit einem Unentschieden enden, so erfolgt zunächst eine Verlängerung von 2 x 10 Minuten. Steht auch nach der Verlängerung kein Sieger fest, wird die Entscheidung ebenfalls durch Elfmeterschießen herbeigeführt."

Quelle: MSPW