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Stark angefangen, stark eingebrochen – nach 1:3 auf Relegationsplatz

veröffentlicht um 06.09.2010, 06:36 von Sven Guttmann   [ aktualisiert 25.10.2010, 23:34 von Fsv Redakteur ]
09.04.2010: In einem mehr als kuriosen Spiel unterlag der FSV Gütersloh am Abend gegen Holstein Kiel mit 1:3. Wer die erste halbe Stunde gesehen hat, hätte nie und nimmer auf einen solchen Ausgang des Spiels gewettet. Die Gütersloher zeigten ein überzeugende Leistung, ließen den Gästen nicht den Hauch einer Chance und die Störche konnten sich angesichts von 7:0 Torchancen freuen, dass es nur 1:0 für die Hausherren stand. Was dann folgte, war ein Kompletteinbruch. Kiel kam mehr und mehr ins Spiel und gewann letzten Endes mit 3:1 – in der letzten Stunde des Spiels verbuchten die Gütersloher trotz Feldvorteilen keine einzige Torchance mehr, so dass die Kieler sogar noch mit 8-7 ein Chancenplus zu Buche stehen hatten. Die generelle Feldüberlegenheit der Gütersloher zeigt sich am Eckenverhältnis von 15-0 – davon wurden sogar zwei Drittel gut getreten, aber auch das bezeichnend für das Spiel: vorm Tor im Zentrum ging so gut wie nichts.
Egal ob ein Posdorfer Freistoß, der sich aufs Tor senkt, ein Hackmann-Solo mit Abschluss neben das Gehäuse, ein Claaßen-Kopfball, der auf der Linie geklärt wurde, oder ein Distanzschuss von Posdorfer, der neben den Kasten strich – die Überlegenheit der Gütersloher in der ersten halben Stunde war extrem. Das einzige Manko war, dass es nur 1:0 stand. Kristina Gessat bereitete den Treffer mustergültig über die linke Seite vor mit einem Solo zur Grundlinie. Nina Claaßen bekam den Ball vor dem Tor und vollendete im Nachsetzen.


Mit zwei Fehlern in der Defensive fing dann das Wackeln bei den Güterslohern an. Zunächst wollte Marina Hermes den Ball zu Anja Berger zurückpassen, die sie jedoch verfehlte – Berger musst in ihren Kasten zurücksprinten, um den Ausgleich zu verhindern. Kurz darauf ein Fehler im Aufbauspiel, Kiel spielt Rachel Rinast frei, die jedoch an Berger scheitert. Die Pause im Anschluss hätte eigentlich wieder dafür sorgen können, dass man Kräfte sammelt, aber in Durchgang zwei lief so gut wie nichts mehr zusammen.
Zunächst scheitere Mariliiza Kranz an Anja Berger, dann aber war es soweit. Die auffälligste Spielerin des Spiels, Rachel Rinast, eilte auf dem linken Flügel davon, die einzige Kieler Spitze Jana Leugers wurde im Zentrum alleine gelassen und hatte keine Mühe zum Ausgleich zu gelangen. Gütersloh bemühte sich um Spielkontrolle, was auch weitestgehend gelang, ohne aber nennenswert zu Torszenen zu kommen. Kiel kam aus eigenen Stücken auch nicht weiter nach vorne, bekam dann im Mittelfeld aber einen Freistoß zugesprochen. Den langen Ball konnte die ansonsten gute Torhüterin Anja Berger nicht festhalten, so dass Rachel Rinast sich mit dem Abstauber bedankte.
Nun rannte Gütersloh an, lief aber immer wieder in Konter. Kranz und Rinast verweigerten zunächst die Entscheidung bei ihren Chancen, aber Rachel Rinast traf dann in der Nachspielzeit aus extrem spitzem Winkel ins Netz.
Am Sonntag geht es weiter. Um 14 Uhr ist der Hamburger SV II zu Gast im Heidewaldstadion.

FSV: Berger – Barwinsky (78 Bunte), Hermes, Gebhard, Widowski (86 Papendick) – Claaßen, Hackmann, Gessat (70 Otte), Posdorfer, Buller – Schmücker

Kiel: Bendt – Pulkis, Schrum, Pashley, Danielsen – Wölki – Vogt, Güldenzoph, Kranz, Rinast – Leugers

Tore: 1:0 Claaßen (15), 1:1 Leugers (57), 1:2 Rinast (73), 1:3 Rinast (90+2)

Schiedsrichterin: Herrmann (Mönchengladbach)