Aufatmen nach 3:2 Sieg über HSV II

veröffentlicht um 06.09.2010, 06:37 von Sven Guttmann   [ aktualisiert 25.10.2010, 23:33 von Fsv Redakteur ]
11.04.2010: Endlich ist es geschafft, die Negativserie beendet. Mit einem 3:2 Sieg über den Hamburger SV II konnte der FSV den Relegationsplatz verlassen. Trotz einer 3:0 Pausenführung war der Sieg aber ein hartes Stück Arbeit.
Dabei spielte eine desolate erste Hälfte der Hamburger den Güterslohern stark in die Karten. In der 8. Minute unterlief Johanna Borkowski relativ unbedrängt ein Eigentor nach Flanke von Lena Hackmann. Und auch die zweite gefährliche Szene des Spiels führte zum Erfolg. Nachdem Katrin Posdorfer und Kristina Gessat bei Schussversuchen geblockt wurden, glückte der dritte Anlauf von Kira Buller. Hamburgs erstes Lebenszeichen war ein 18 Meter Schuss nach abgewehrtem Ball, der knapp am Tor vorbei strich.
Für das Highlight des Spiels sorgte dann Angelika Widowski nach 33 Minuten. In der Mitte der Hamburger Hälfte kratzte sie einen verunglückten Pass von Kristina Gessat gerade noch von der Linie, umkurvte dann an der Strafraumgrenze gleich zwei Verteidigerinnen auf engstem Raum und schlenzte das Leder sehenswert ins lange Eck.


Gästetrainerin Claudia von Lanken krempelte ihr Team zum zweiten Durchgang stark um – eine Maßnahme, die fruchtete. Salkovic hatte die erste Chance nach dem Seitenwechsel, scheiterte aus guter Position mit harmlosen Schuss an Anja Berger. Kurz darauf rutschte Leonie Bentkämper beim Klärungsversuch am Ball vorbei, Johanna Borkowski hatte gute Schussbahn von der Strafraumgrenze, zielte aber knapp am Tor vorbei.
Zwischenzeitlich fing sich Gütersloh wieder, Saskia Bunte sorgte nach ihrer Einwechslung zunächst für Belebung im Angriffsspiel. Nach gut einer Stunde chippte sie den Ball nach Doppelpass mit Biggi Schmücker am langen Eck vorbei. Drei Minuten später liefen die Gütersloh einen mustergültigen Konter, Bunte legte quer in die Mitte an Torhüterin Jennifer Weber vorbei auf Biggi Schmücker, die den Ball aber am leeren Tor vorbei grätschte.
Statt der Entscheidung brachte der FSV die Hamburger nach einer Verletzungsunterbrechung für Anja Berger wieder zurück ins Spiel. Durch Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel verlor man das Leder und zeigte dann noch zu passives Zweikampfverhalten, so dass Bundesligaleihgabe Daniela Schacher sich im zweiten Versuch mit dem 1:3 bedankte. Die Gütersloher waren etwa fünf Minuten lang spürbar verunsichert, ließen aber keine weitere Torchance zu. Kristina Gessat hatte noch die Chance auf eine vorzeitige Entscheidung als sie ihre Gegenspielerin mit einer schönen Drehung aussteigen ließ und sich eine freie Schussbahn verschaffte, jedoch genau auf die Torhüterin zielte.
So plätscherte das Spiel in der Schlussphase dahin bis Katharina Lühr in der Nachspielzeit aus gut 25 bis 30 Metern einfach mal hoch auf Tor hielt und der Ball sich zur Überraschung aller hinter Anja Berger ins Netz senkte. Glücklicherweise pfiff Schiedsrichterin Sandy Kuchmann eine halbe Minute später ab, so dass sich keine Zitterminuten mehr ergeben konnten.
Am kommenden Wochenende geht die Fahrt mit dem frischen Selbstbewusstseins des ersten Dreiers im Jahr 2010 zum Schlusslicht BW Hohen Neuendorf, wo ein weiterer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden soll.

FSV: Berger – Barwinsky, Bentkämper, Gebhard, Widowski – Hackmann (90 Otte), Hermes, Gessat, Posdorfer (57 Bunte) – Schmücker, Buller (78 Hanhues)

HSV II: Weber – Homp, Lehmann, Borkowski, Steinicke (46 Moelter) – Wolfgramm (84 Miotke), Melforth, Danner, Luhr – Schacher, Salkovic (68 Nilsson)

Tore: 1:0 Borkowski (8 Eigentor, Hackmann), 2:0 Buller (20 Gessat), 3:0 Widowski (33 Gessat), 3:1 Schacher (67), 3:2 Luhr (90+2)

Schiedsrichterin: Kuchmann (Hachelbich) 
Gelb: Barwinsky – Lehmann

Chancen: 6-5 (3-1)
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