Unglückliches 0:1 im Pokal Essen-Schönebeck

veröffentlicht um 06.09.2010, 07:31 von Sven Guttmann   [ aktualisiert 06.09.2010, 07:32 von Fsv Redakteur ]
07.02.2010: Am Ende stand man mit leeren Händen da und wusste nicht so recht wie man das Spiel einordnen sollte. Mit 0:1 (0:1) schied der FSV Gütersloh im Viertelfinale des DFB-Pokals aus. Unterm Strich geht das Ergebnis in Ordnung, wobei man im FSV-Lager etwas gespalten war zwischen Zufriedenheit über die kompakte Mannschaftsleistung und dem Nachtrauern der Chancen am Ende des Spiels, die eine Verlängerung bedeutet hätten. So aber entschied ein Eigentor von Kerstin Stegemann in der 12. Minute den Pokalfight der Kontrahenten zugunsten des Erstligisten.
Auf tiefem Geläuf entwickelte sich ein zähes Spiel in der ersten Hälfte. Gütersloh stand defensiv gut und machte Essen das Leben schwer. Chancen ließ der FSV im Prinzip gar nicht zu, wäre da nicht eine scharfe Hereingabe von Caroline Hamann gewesen, die Kerstin Stegemann zur Ecke grätschen wollte, den Ball dabei jedoch unglücklich ins eigene Netz bugsierte. Nahezu postwendend bot sich dem FSV die Riesenchance auf den Ausgleich als Lena Hackmann plötzlich durchbrach, doch ihr Schuss landete neben dem Kasten. Ansonsten blieb Essen feldüberlegen, spielte sich aber Chancen nur in Ansätzen heraus.
Im zweiten Durchgang erhöhte Essen den Druck und schien früh alles klar machen zu wollen. Die erste Riesengelegenheit bot sich der eingewechselten Sofia Nati, die in der 59. Minute einen von Biggi Schmücker an Melanie Hoffmann verursachten Foulelfmeter an den Pfosten setzte. Kurz darauf hatte wiederum Nati die Riesenmöglichkeit zu erhöhen als Essen im Konter in Überzahl aufs Tor zulief. Nati entschied sich eigensinnig für den Abschluss statt zum Pass zur freien Mitspielerin und hielt so den FSV im Rennen. Auch Melanie Hoffmann vergab eine glasklare Chance zur Entscheidung, später lenkte Steffi Emming gerade noch einen Kopfball von Emily Zurrer über die Linie.
Wie es im Fußball so ist – wenn die eine Mannschaft den Sack nicht zumacht, wird es am Ende noch mal eng. In der 90. Minute rettete SGS-Torhüterin Lisa Weiß erst stark gegen Kerstin Stegemann zur Ecke. Und in der Nachspielzeit musste Weiß gegen einen Distanzschuss von Kira Buller noch einmal ihr Können unter Beweis stellen, um die Verlängerung zu vermeiden.
So bleibt dem FSV aus der gezeigten Leistung Selbstbewusstsein zu tanken und nächste Woche mit Zuversicht die Aufgabe gegen Lok Leipzig anzugehen.

Essen: Weiß – Kraus, Hamann (63 L Hoffmann), Wesely, Zurrer, Mester, Timko, Weichelt (82 Freutel), M Hoffmann, Goddard (54 Nati), Malinowski

Gütersloh:Emming – Barwinsky, Gebhard, Stegemann, Claaßen – Hackmann (63. Schiller), Hermes, Gessat, Schmücker, Buller - Jäger

Tor: 1:0 Stegemann (11. Eigentor) 

Gelb: Kraus – Schmücker 

Bes. Vork.: Nati schießt Foulelfmeter an den Pfosten (59.)