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Kein Premierenglück für Christina Krüger

veröffentlicht um 06.09.2010, 07:30 von Sven Guttmann   [ aktualisiert 06.09.2010, 07:31 von Fsv Redakteur ]
20.02.2010: Wenig Erbauliches gab es für Trainerin Christina Krüger zu sehen bei ihrer Ligapremiere im Spiel gegen den Magdeburger FFC. Mit demselben Aufgebot wie gegen Essen-Schönebeck ging der FSV das Spiel dann, doch die Marschroute war schnell über den Haufen geworfen. Drei Minuten waren gespielt als nach einer kurzen Ecke die Magdeburger das Leder in den Strafraum brachten, wo Anne Roeloffs völlig freistand und zum 1:0 einköpfte.
Die frühe Führung spielte den Gästen in die Karten, die nicht viel machen brauchten, um das Spiel weitestgehend zu kontrollieren. Gütersloh fand nicht in die Begegnung und nach zwanzig Minuten stand es plötzlich 0:2. Nina Claaßen verpasste es zu klären und geriet unnötig in einen Zweikampf, den sie gegen Stephanie Träbert verlor, die daraufhin ins lange Eck schoss.
So langsam kam Gütersloh ins Spiel. Wenn es mal ans Rollen kam, dann über Kristina Gessat und Anabel Jäger, doch heraussprangen meist nur harmlose Distanzschüsse. Ein guter Versuch aus 16 Metern von Jäger landete nach gut 30 Minuten knapp neben dem Pfosten, die erste Gütersloher Gelegenheit. Kurz darauf spielten sich die Gütersloh endlich einmal über die Außenbahnen durch, den gefährlichen Pass in den Rücken der Abwehr konnte sich jedoch keine erlaufen.
Wer bei zur Pause einsetzenden Schneeflocken und eiskaltem Wind auf eine erwärmende zweite Hälfte hoffte, sah sich getäuscht. Gütersloh verlagerte zwar das Spiel in die Magdeburger Hälfte, gestaltete das Spiel aber zu ideenlos und fand nie einen Weg durch die kompakte Magdeburger Hintermannschaft. Die Gäste taten ihrerseits angesichts des Vorsprungs nicht viel für das Spiel und verlagerten sich aufs kontern, was gegen Ende des Spiels hin zunahm. Verpasste der MFFC zehn Minuten vor dem Ende bei einem solchen Konter gegen Steffi Emming noch ihre erste Torchance des Spiels, so waren sie in der 86. Minute erfolgreicher als erneut Stephanie Träbert zum 3:0 Endstand abschloss.
Ohne Frage ein verdienter Sieg für Magdeburg, die auch mit der frühen Führung im Rücken durch eine ähnlich kompakte Leistung wie sie die Gütersloher im Pokal in Essen boten, nur kurz vor der Pause in Gefahr gerieten, das Spiel noch einmal aus der Hand zu geben. Angesichts der Spielqualität und des Umfelds war die Verlegung ins Sportzentrum West eher ein gutes Plädoyer gegen Austragungen von Bundesligaspielen auf Kunstrasen.

Gütersloh: Emming – Barwinsky, Gebhard, Stegemann, Claaßen (81 Szopieray) – Hackmann (65 Schiller), Schmücker, Gessat, Hermes, Buller (46 Posdorfer) – Jäger

Magdeburg: Schult – Stübing, Beinroth, Abel, Gabrowitsch, Roeloffs, Mücke (89 Wohlfahrt), Träbert (89 Juler), Schuster, Berkau (56 Vogelhuber), Krakowski

Tore: 0:1 Roeloffs (3), 0:2 Träbert (20), 0:3 Träbert (86) 

Chancen: 2-4 (2-2)