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1.Mannschaft | Mit Ehrgeiz gegen den Spitzenreiter

veröffentlicht um 30.10.2015, 01:43 von Fsv Redakteur   [ aktualisiert: 30.10.2015, 01:43 ]
30.10.2015: "Gütersloh. Die Fußballerinnen des FSV Gütersloh haben in der 2. Bundesliga bislang eine gute Saison gespielt. Nach vier Siegen in fünf Spielen rangieren sie in der Tabelle punktgleich mit zwei anderen Teams auf dem 4. Platz. Und doch schickt Christian Franz-Pohlmann seine Elf heute Abend als Außenseiter ins sechste Spiel: Um 18.30 Uhr gastiert nämlich Spitzenreiter MSV Duisburg in der Tönnies-Arena.

"Wir können ohne Druck aufspielen", versucht der FSV-Coach, die Rollen klar zu verteilen. Eindeutiger Favorit ist für ihn der Bundesliga-Absteiger, der fünf souveräne Siege einfuhr und ein Torverhältnis von 17:2 aufweist: "Die haben mehr Tore geschossen und weniger kassiert als jeder andere in der Liga", sagt Franz-Pohlmann: "Da muss man schon lange suchen, um etwas zu finden, das für uns spricht." Der 35-Jährige, der wegen eines Mittelhandbruchs immer noch krank geschrieben ist und deswegen heute erneut seiner Assistentin Britta Hainke die Funktion überlässt, findet aber etwas: "Wir haben gegen Cloppenburg und Henstedt einen wahnsinnigen Teamgeist an den Tag gelegt." Tatsächlich verwandelte der FSV in den beiden letzten Spielen einen 0:1-Rückstand auch dank kollektiver Stärke in einen Sieg. "Wir haben tolle Mädels", schwärmt Franz-Pohlmann sogar von seinem Kader und rechnet sich deswegen selbst gegen den MSV Duisburg etwas aus: "Unsere Chance ist überschaubar, aber wir haben eine."

Keine Frage, dass der Coach dabei dabei vor allem auf seine Offensivkräfte setzt. Sarah Grünheid (5 Tore) hat mit ihrem typischen Biss die operative Entfernung einer Steißbeinfistel weggesteckt und ist sofort wieder ins Training zurückgekehrt. Dort ist Isabelle Wolf (3 Tore) zwar am Mittwoch umgeknickt, setzt aber alles daran, bis heute Abend fit zu werden.

Während der gesamte Verein "riesige Vorfreude" (Franz-Pohlmann) empfindet, fiebert Geldona Morina (21) dem Spitzenspiel mit einer besonderen Motivation entgegen. Die albanische Nationalspielerin, die nach den beiden EM-Qualifikationsspielen gegen Griechenland (1:4) und Rumänien (0:3) am Mittwoch gesund zum FSV zurückkehrt ist, hatte den MSV Duisburg vor dieser Saison verlassen und brennt natürlich darauf, es Trainerin Inka Grings zu zeigen, mit der sie nicht auf einer Wellenlänge lag.

Der einzige personelle Wermutstropfen beim FSV ist gewichtiger Art. Die Verletzung, die sich Angreiferin Shpresa Aradini vor drei Wochen im Heimspiel gegen Clloppenburg zuzog, stellte sich als Kreuzbandriss heraus. Die 21-Jährige wird mindestens ein halbes Jahr fehlen."

Quelle: nw.de
Foto: Henrik Martinschledde