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1.Mannschaft | FSV Gütersloh gewinnt 3:0 gegen Herforder SV

veröffentlicht um 05.11.2016, 06:58 von Fsv Redakteur   [ aktualisiert: 05.11.2016, 06:59 ]
31.10.2016: "Aus der Perspektive des FSV Gütersloh ist die ostwestfälische Fußballwelt seit gestern wieder in Ordnung. Zum einen besiegten die von Britta Hainke trainierten Zweitliga-Frauen den Herforder SV verdientermaßen mit 3:0. Zum anderen überholte der FSV dank der 0:7-Niederlage von Arminia Bielefeld gegen den VfL Wolfsburg II den anderen Konkurrenten in der Tabelle und ist als Fünfter jetzt wieder die Nummer 1 im Ländle. Die Herforderinnen belegen sogar nur noch Relegationsplatz zehn und kämpfen gegen den Abstieg.

Vor der schmalen Kulisse von 214 Zuschauern lieferten sich die alten Rivalen in der Tönnies-Arena zunächst einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die Gütersloher Innenverteidigerinnen Lena Lückel und Wiebke Tepe hatten dabei immer ein wachsames Auge auf die Herforder Torjägerin Guistina Ronzetti (vier Saisontreffer) und nahmen sie letztendlich aus dem Spiel.

Mit Ruhe, Disziplin und Geduld übernahmen die Gastgeberinnen jedoch allmählich das Kommando und hätten bis zur Pause bei den Chancen von Josephine Giard (14., 21., 41.), Marina Hermes (27.) und Melanie Ott (31.) bereits in Führung gehen können. Herfords Gina Kleinedöpke prüfte FSV-Keeperin Sarah Rolle dagegen nur einmal (17.).

„Wir haben in der ersten Halbzeit herausbekommen, wo Herford Schwächen hat. In der Pause haben wir daraus einen Plan gemacht“, erzählte FSV-Kapitänin Marina Hermes. Dieser Plan umfasste zwei Vorhaben. Erstens wollten die Gütersloherinnen den Herforder Spielaufbau mit langen Bällen von links unterbinden und zweitens die groß gewachsene Innenverteidigerin Oliwia Wos neutralisieren.
Nach dem Seitenwechsel münzten die Gastgeberinnen diesen Plan in eine klare Überlegenheit und Tore um. U20-Nationalspielerin Melanie Ott, die am Sonntag zur WM nach Papua-Neuguinea aufbricht, überwand HSV-Keeperin Kira Klemmer bereits zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff nach einem schönen Solo.

Beim zweiten Treffer durch Giard (61.) kam Klemmer zu weit heraus, stolperte und machte so die Bahn frei. „Da hatte uns der FSV den Schneid schon abgekauft“, gestand Nina Lange, eine von drei Ex-Gütersloherinnen in Herforder Diensten. Nur fünf Minuten später manifestierte Magdalena Richter mit ihrem vierten Saisontreffer zum 3:0 den Sieg des FSV.

Herfords Trainer Daniel Hollensteiner fasste das Geschehen in einem einzigen Satz zusammen: „Gütersloh war uns in allen Belangen überlegen und hat verdient gewonnen.“ Britta Hainke waren die drei Punkte zwar schon wichtig genug. „Aber dieser Sieg bringt auch noch viel Selbstvertrauen für das Derby gegen Bielefeld.“ Am Freitag kann sich ihr Team in einem weiteren Heimspiel für die 2:6-Schmach im DFB-Pokal revanchieren und die Führungsrolle im ostwestfälischen Frauenfußball untermauern."

Foto: Henrik Martinschledde
Quelle: fupa.net