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1.Mannschaft | Defensive des FSV Gütersloh gefordert

veröffentlicht um 20.02.2017, 10:09 von Fsv Redakteur   [ aktualisiert: 20.02.2017, 10:09 ]
19.02.2017: "Nach sechswöchiger Vorbereitung starten die Fußballerinnen des FSV Gütersloh am Sonntag in die Rückrunde der 2. Liga. Und gleich zum Auftakt bestreiten sie das vermeintlich leichteste Spiel: Zu Gast in der Tönnies-Arena ist um 14 Uhr der ungeschlagene Spitzenreiter VfL Wolfsburg II. „Da haben wir nichts zu verlieren“, weiß Britta Hainke.

Natürlich hat die FSV-Trainerin einen Plan, wie sie dem großen Favoriten die erste Niederlage beizufügen gedenkt. Hainke ist aber Realistin genug, das Kräfteverhältnis zwischen der erstklassig ausgestatteten Reserve des Champions-League- Klubs und ihrem eigenen Team nüchtern einzuschätzen. „Von daher wäre ich auch mit einem Punkt zufrieden“, sagt sie. Schon im Hinspiel haben die jungen „Wölfinnen“ dem FSV ihre Zähne gezeigt und mit 5:0 gewonnen. „Vor allem im Angriff sind sie unheimlich stark besetzt“, verweist Britta Hainka auf Agata Tarczynska (9), Madeleine Wojtecki (9) und Franziska Fiebig (7). Das Trio hat mit 25 allein fast so viele Tore erzielt wie der gesamte FSV Gütersloh (26). Dass der VfL Wolfsburg II in den elf Hinrundenspielen nicht nur 31 Punkte holte, sondern dabei ein Torverhältnis von 41:6 erreichte, ist fast schon angsteinflößend für die Gegnerinnen. Nur der Tabellenzweite Werder Bremen schaffte es, dem von Sascha Glass trainierten Team ein Unentschieden (2:2) abzutrotzen. An das Gefühl, als Außenseiter aufzulaufen, können sich die Gütersloherinnen aber vorerst gewöhnen: Im nächsten Spiel treten sie in Bremen an, und anschließend geht die Reise zum Tabellendritten BV Cloppenburg.

Mit drei Siegen in Folge hatte sich der FSV Gütersloh zum Ende der Hinserie noch Rang vier gesichert (18 Punkte), eine Platzierung die am Saisonende als echter Erfolg zu werten wäre. Allerdings fehlen in der Rückrunde nicht nur Marie Schröder (Kreuzbandriss) und Laura Hoffmann (Wechsel zum VfL Bochum), sondern auch Lena Lückel. Die versierte Innenverteidigerin konzentriert sich zunächst auf ihr Studium und steht nur noch für den Notfall als Aushilfe bereit. Mit Wiebke Tepe, Svenja Hörenbaum, Sophia Kleinherne und Pia Lange hat Britta Hainke aber vier Kandidatinnen für die Position, von denen Lange aufgrund ihrer stabilen Top-Leistungen zunächst gesetzt ist. Gegen Wolfsburg hat der FSV jedoch erhöhten Bedarf an Defensivspielerinnen. „Wir müssen die Räume eng machen und die Pässe in die Schnittstelle vermeiden“, lautete die Strategie der Trainerin. Gut möglich, dass sie deswegen im Mittelfeld mit drei „Sechsern“ agieren lässt, von denen einer wechselweise die Viererabwehrkette ergänzt.
Die personelle Auswahl ist aktuell noch begrenzt. Melanie Ott (Herzmuskelentzündung) und Magdalena Richter (Sprunggelenksoperation), mit sechs Treffern beste Torjägerin, kehrten allerdings am Donnerstag ins Training zurück und könnten bald wieder zu Alternativen werden."

Quelle: fupa.net
Foto: Henrik Martinschledde