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1.Mannschaft | Bei den "Wölfinnen" Charakter bewiesen

veröffentlicht um 11.05.2015, 03:19 von FSV Redakteur   [ aktualisiert 30.05.2015, 04:56 von Fsv Redakteur ]
11.05.2015:  "Auf die für alle Beteiligten enttäuschende 1:4-Heimniederlage gegen Turbine Potsdam II und das Aus im Titelkampf der 2. Liga haben die Fußballerinnen des FSV Gütersloh mit einer Trotzreaktion geantwortet. Das Team von Ralf Lietz gewann gestern beim VfL Wolfsburg II mit 5:2. "Die Mannschaft hat Charakter bewiesen", war der Trainer wieder stolz auf seine Schützlinge.

Die belegen in der Tabelle zwei Spieltage vor Saisonende weiterhin Rang fünf (39 Punkte), liegen aber nur einen Zähler hinter Potsdam (4.) und dem SV Meppen (3.), der daheim gegen den nicht aufstiegswilligen Spitzenreiter 1. FC Lübars mit 0:3 verlor. "Wir versuchen noch, den ein oder anderen Platz gut zu machen", sagte Lietz mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen Meppen und das Saisonfinale bei Union Berlin. Obwohl der Bundesliga-Aufstieg angesichts von vier Punkten Rückstand auf Werder Bremen theoretisch noch möglich ist, hat sich Lietz in dieser Angelegenheit festgelegt: "Bremen wird das nächste Woche klarziehen." Der gestern mit 4:1 über den VfL Bochum siegreiche Tabellenzweite tritt dann beim Abstiegskandidaten Holstein Kiel an und hat im letzten Spiel Heimrecht gegen Cloppenburg.

Im Wolfsburger Stadion am Elsterweg kam der FSV Gütersloh nach einer schwächeren Anfangsviertelstunde besser ins Spiel. Die erste Torchance vergab die als Sturmspitze aufgebotene Melanie Ott noch (15.), doch in der 22. Minute traf die 18-Jährige zum 0:1. Wieder hatte die im offensiven Mittelfeld herrschende Marie Pollmann den Ball durch die Wolfsburger Abwehrkette gesteckt. "Von da an ging die Post ab", beschrieb Ralf Lietz den weiteren Spielverlauf, in dem sein Team klar dominierte. Allerdings musste der FSV eine Schrecksituation überstehen, als Torhüterin Vivien Brandt in eine 1-gegen-1-Situation geriet und gut löste. "Wenn da der Ausgleich fällt, weiß man nicht, wie es läuft", atmete Lietz nachträglich auf.

So aber lief es bestens für sein Team. Shpresa Aradini traf mit einem von Nina Ehegötz und Marie Pollmann herausgespielten Tor kurz vor der Pause zum 0:2 (44.). In der 49. Minute sprang der Ball nach einem 25-Meter-Schuss von Ehegötz von der Unterkante der Latte zurück ins Spielfeld. Ein "Sahnepass" (Lietz) der starken Birgitta Schmücker führte zum 0:3 durch Ehegötz (62.) und nur zwei Minuten später köpfte Poll- mann zum 0:4 ein. "Lauf- und Passwege wie im Training", schnalzte der Trainer angesichts der Vorarbeit von Ott und Ehegötz mit der Zunge. Nach Katrin Posdorfers 0:5 (69.) ermöglichten zwei Fehler der ansonsten überzeugenden Wiebke Tepe den Gastgeberinnen die Ehrentreffer.

FSV: Brandt - Lange, Tepe, Lückel, Posdorfer - Hermes, Schmücker - Aradini, Pollmann, Ehegötz - Ott.

Tore: 0:1 (22.) Ott, 0:2 (44.) Aradini, 0:3 (62.) Ehegötz, 0:4 (64.) Pollmann, 0:5 (69.) Posdorfer, 1:5 (83.) Meyer, 2:5 (86.) Meyer."

Quelle: nw.de (Wolfgang Temme)
Foto: Henrik Martinschledde