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1. Mannschaft| Interview mit Magdalena Richter

veröffentlicht um 12.12.2015, 02:57 von FSV Redakteur
12.12.2015:  Magdalena, du kamst wie Sarah Grünheid und Laura Hoffmann vom VfL Bochum zum FSV. In Bochum gab es letzte Saison sehr unruhige Zeiten (ursprünglich wollte der VfL sich vom Frauenfußball trennen, dann wurde  die Zweitligamannschaft für diese Saison abgemeldet). Wie hast du diese Zeit erlebt?

Magdalena Richter: Die Zeit war wirklich nicht gerade leicht für uns. Als wir davon erfahren haben, dass es uns eventuell nächste Saison nicht mehr geben wird, saß der Schock bei allen enorm tief. Doch als Sportler sollte man bekanntlich ja nie aufgeben egal wie schwierig die Situation erscheint. Wir haben versucht dem entgegenzuwirken und als Mannschaft stark zu bleiben, immer mit der Hoffnung die Entscheidung doch noch rückgängig machen zu können. 
Für mich persönlich war es bereits eine bekannte Situation, da ich sie damals in einem anderen Verein schon durchlebt habe. Dennoch war es bei solch einem großen Verein doch noch einmal etwas anderes.



Gab es auch Angebote von anderen Vereinen? Und was hat dich dazu bewogen nach Gütersloh zu wechseln?

Magdalena Richter: Viele Vereine bekamen natürlich mit, was in Bochum passiert, sei es über die Presse oder auch über andere Trainer. Da blieb es natürlich nicht aus, dass der ein oder andere Trainer sich für einen interessiert. 
Schlussendlich hat mich der Plan, den Christian Franz-Pohlmann mit dem FSV Gütersloh verfolgt, überzeugt. Auch dass man als Verein komplett hinter einem steht und den Zielen nicht im Wege steht, floss positiv in meine Entscheidung mit hinein.


In Gütersloh hast du dir schnell einen Stammplatz erkämpft: Hattest du damit gerechnet? Welches Ziel willst du mit dem Team noch erreichen?

Magdalena Richter: Für mich war der Schritt eine Herausforderung. 
Ich wusste von Anfang an, dass diese Mannschaft enormes Potential hat und über sehr erfahrene und talentierte Spieler verfügt, sodass ich nicht direkt damit gerechnet habe zumal ich in Bochum erst meine ersten Erfahrungen in der zweiten Liga gesammelt habe. 
Dennoch darf man sich bei solch einem Kader nie ausruhen und muss immer über 100% geben.

Wir haben in dem jetzigen Verlauf der Saison schon so einige Höhen und Tiefen erlebt. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir an unsere Stärken vom letzten Spiel anknüpfen können und somit weiterhin Schritt für Schritt den Weg nach oben machen werden.


Als Studentin im Bauingenieurwesen wirst du in Zukunft doch sicher Fußballstadien nach deinen Vorstellungen bauen.;) Oder in welchem Bereich möchtest du später beruflich erfolgreich sein?

Magdalena Richter: Das mögen wahrscheinlich viele direkt denken denn interessant ist es allemal. Das gute an dem Studiengang ist, dass er sehr vielfältig ist und man sich in enorm viele Richtungen ausbreiten kann. Ich persönlich finde den Bereich der Verkehrsplanung sehr interessant. Entschieden habe ich mich allerdings noch nicht.


Der kommende Gegner Leipzig steht mit 4 Punkten auf Platz 10 und hat die meisten Gegentore kassiert. Wie vermeidet ihr, den Gast aus Sachsen auf die zu leichte Schulter zu nehmen?

Magdalena Richter: Grundsätzlich sollte man keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen, egal ob er über oder unter uns steht. Gegen Kiel hat man gesehen, dass man ganz schnell auch gegen Gegner aus dem unteren Drittel zurück liegen kann. Auch gegen Leipzig müssen wir genauso konzentriert zu Werke gehen, wie wir es auch letzten Sonntag gegen Meppen gemacht haben.





Steckbrief Magdalena Richter


Alter:                             23 Jahre
Nationalität:                  Deutsch
Größe:                           1, 65m
Position:                        Mittelfeld
Vereine:                         SC Union 08 Lüdinghausen, Fortuna Seppenrade, DJK-VBRS Eintracht Coesfeld, VfL Billerbeck, VfL Bochum
Erfolge:                          U-20-Länderpokalsieger, DFB-Sichtungslehrgang
Auswahlmannschaften:  Mannschaft des Talentförderungszentrum Kaiserau, U-17 bis U-20 Westfalenauswahl
 




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